20Dezember2011

Wenn es mit den Produktionskapazitäten eng wird: Debottlenecking

Die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen ist zum Teil so unerwartet stark angestiegen, dass zahlreiche Chemieunternehmen mit ihren Produktionsanlagen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Nach der letzten Finanzkrise erlebte die Wirtschaft in Deutschland und auch weltweit einen starken Aufschwung – und so stehen viele Chemieunternehmen vor der Aufgabe, ihre Produktionskapazitäten schnellstmöglich zu steigern.

Eine der möglichen Maßnahmen setzt den Schwerpunkt auf die Beseitigung von Kapazitätsengpässen in bestehenden Anlagen, da auf diesem Wege mit relativ geringer Investition oft schnelle Kapazitätssteigerungen erreicht werden können. Diese Vorgehensweise nennt sich bekanntermaßen »Debottlenecking« (wörtlich übersetzt »Entfernung des Flaschenhalses«/bottleneck, engl. = Flaschenhals). Produktionsanlagen in der Chemie bestehen aus einer Abfolge oder einem Netz von Teilanlagen – die Produktionskapazität eines solchen Betriebs ist begrenzt durch die maximale Kapazität der Teilanlagen. Und so kann eine einzige Teilanlage den »Flaschenhals« des gesamten Betriebs darstellen und limitiert die Kapazität bei vollständiger Auslastung der Gesamtanlage. Steigert man – durch einen Umbau oder Austausch – die Produktionskapazität dieser Teilanlage, steigt zugleich die Produktionskapazität des gesamten Betriebs. »Debottlenecking« an  der einen Stelle kann aber zu einem erneuten Engpass an anderer Stelle führen. Zur Durchführung eines Debottlenecking-Projekts bedarf es daher eines Engineering-Unternehmens, das auch bei Teilaufgaben die Gesamtanlage im Blick behält.

plantIng ist ein ganzheitlich denkender und handelnder Engineering-Partner, der in der Lage ist:

  • ein Gesamtkonzept unter Berücksichtigung aller Einzel- bzw. Teilanlagen zu planen, und hierbei die Gewährleistungskette im Auge behält
  • durch gezielte Anlagenoptimierungen die Gesamtanlagenkapazität optimal zu erweitern und damit die Budgetausbeute zu maximieren
  • durch Betrachtung aller Gewerke »inhouse«  Optimierungslücken auszuschließen

Im Basic Engineering wird zunächst eine Kostenschätzung mit einer 10%-Genauigkeit  erarbeitet. Auf dieser Basis entscheidet der Auftraggeber über den Bau der Anlage und schreibt dann in der Regel die nachfolgenden Leistungsphasen zum Festpreis aus. Bis zur Beauftragung der nachfolgenden Leistungen vergehen dann gut und gerne noch einmal etwa drei bis vier Monate – Ausschreibungsunterlagen müssen erstellt, Anfragen formuliert, Angebote kalkuliert, Auswertungen verglichen und Auftragsverhandlungen geführt werden.

Um Zeit zu sparen, ist es häufig sinnvoll und auch notwendig, dass einzelne Leistungen aus dem Detail-Engineering in das Basic Engineering vorgezogen werden. Dazu bedarf es allerdings eines ebenso leistungsfähigen wie auch erfahrenen Ingenieurpartners, um technische und kaufmännische Risiken für die Projekte weitestgehend zu vermeiden. 

Einen rundum kompetenten En-gineering-Partner sollten folgende Kriterien auszeichnen:

  • langjährige Zusammenarbeit mit den Auftraggebern (Rahmenvertrag)
  • gewerkeübergreifende Erfahrung mit und in den Produktionsanlagen
  • umfassende Fähigkeiten in Projekt- und Qualitätsmanagement
  • präzise Kenntnis der technischen und der kaufmännischen Anforderungen

plantIng ist derzeit in mehreren Projekten mit der Kapazitätserweiterung bestehender Chemieanlagen beauftragt. Das Investitionsvolumen dieser Projekte bewegt sich zwischen 5 und 100 Millionen Euro. Für diese Projekte erbringen wir die Leistungsphasen Basic Engineering, Detail-Engineering, Beschaffung und Montage für alle Gewerke.

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