29Juni2011

2011 – das Internationale Jahr der Chemie

2011 jährt sich zum 100. Mal die Verleihung des Nobelpreises für Chemie an Marie Curie* – seither hat die Wissenschaft eine rasante Entwicklung genommen. Kein Stoff, keine Tablette, kein Lebensmittel entsteht heute ohne Chemie.

Auf ihrer 63. Vollversammlung haben die Vereinten Nationen das Jahr 2011 zum »Internationalen Jahr der Chemie« erklärt, um mehr Menschen für den wichtigen Forschungszweig zu begeistern. Das UN-Jahr steht unter dem Motto »Chemie – unser Leben, unsere Zukunft« und soll weltweit Projekte anstoßen, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Die internationale Auftaktveranstaltung fand am 27. Januar am Hauptsitz der UNESCO in Paris statt. Beim Auftakt in Deutschland, am 9. Februar in Berlin, hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Eröffnungsrede zum Jahr der Chemie und wandte sich vor allem an die jüngeren Gäste. Merkel bezeichnete die Chemiebranche als einen der wichtigsten Wirtschaftszweige der Bundesrepublik Deutschland. Zukunft habe in der Chemie Tradition.

Die UNESCO und die Internationale Union für reine und angewandte Chemie (IUPAC – International Union of Pure and Applied Chemistry) koordinieren das Jahr der Chemie. Die Aktivitäten in Deutschland begleitet unter der Federführung der Gesellschaft Deutscher Chemiker das »Forum Chemie.

*Marie Skłodowska-Curie (* 7. November 1867, † 4. Juli 1934) war eine Physikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich wirkte. Sie untersuchte die Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das Wort »radioaktiv«. Im Rahmen ihrer Forschungen, für die ihr 1903 ein anteiliger Nobelpreis für Physik und 1911 der Nobelpreis für Chemie zugesprochen wurde, entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die chemischen Elemente Polonium und Radium.

Übersicht