01Juni2011

Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an

plantIng und M Plan machen sich gemeinsam stark für den Markt. Mit der Fusion der plantIng GmbH mit dem Bereich Anlagen- und Verfahrenstechnik der M Plan GmbH entsteht eine neue Größe auf dem Markt der Engineering-Spezialisten im Anlagenbau.

 

Größere Auftragsvolumina

Der hinzugewonnene Geschäftsbereich bringt über 17 Jahre gewachsenes Know-how (seit Gründung der M Plan 1994) im Engineering für die Prozessindustrie mit.

Der hinzugewonnene Geschäftsbereich bringt über 17 Jahre gewachsenes Know-how (seit Gründung der M Plan 1994) im Engineering für die Prozessindustrie mit.

»Das Leistungspaket des Bereichs Chemie & Life-Science ist zugeschnitten auf die Branchen Chemie sowie Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik. Auch wird die Energietechnik – Gas, Kraftwerke und Solarenergie – bedient. Hier liegen unsere Kernkompetenzen vor allem in der Verfahrenstechnik und in der mechanischen Anlagenplanung«, erläutert Reinhard Engelstädter. »Als spezialisierter Bereich der M Plan für Anlagen- und Verfahrenstechnik haben wir in den vergangenen Jahren Kompetenzen, Kapazitäten und Managementskills für folgende Aufgaben bis zu einem Investitionsvolumen von etwa 30 Millionen Euro auf- und ausgebaut: Planung und Bau von kompletten Anlagen der Prozessindustrie vom Basic Engineering bis zur Unterstützung der Inbetriebnahme; Beratung bei Konzeption und Realisierung von Großinvestitionen insbesondere für die Gewerke Verfahrenstechnik, Rohrleitungstechnik sowie Apparat- und Maschinentechnik und als erfahrener Partner im Maintenance.«

Im Speziellen ergänzen die M Plan-Experten das Know-how ihrer Kollegen durch besondere Kenntnisse auf folgenden Fachgebieten:

  • Anlagen- und Verfahrenstechnikplanung in Basic und Detail-Engineering
  • Spezifikation von Apparaten und Maschinen, einschließlich Beschaffung
  • Mechanische Berechnung von Apparaten und Rohrleitungen
  • Anlagen- und Rohrleitungsplanung mit 3D-Softwaresystemen
  • Hydraulische Berechnungen (z. B. vernetzte Anlagen- bzw. Rohrleitungssysteme)
  • 2D-Bearbeitung von Dokumenten mit allen gängigen Softwaresystemen
  • Projektmanagement

»Der Geschäftsbereich Anlagenbau der M Plan hat in der Vergangenheit mit nahezu allen Großunternehmen der Prozessindustrie in NRW Rahmenvereinbarungen abgeschlossen – einige Leistungen wurden auch im internationalen Umfeld erbracht«, kommentiert Engelstädter. »Die bestehenden Technischen Büros an den Standorten Köln-Nord, Köln-Süd und Marburg waren erfolgreiche lokale Einheiten und bleiben auch zukünftig erhalten. Gemeinsam mit den Büros der plantIng entsteht so eine stärkere Präsenz in Kundennähe«, ergänzt Engelstädter.

Zur Zeit des Übergangs in die plantIng GmbH waren im ehemaligen Geschäftsbereich der M Plan mehrere Chemieprojekte mit Investitionsvolumina in Höhe von jeweils zweistelligen Millionen-Euro-Beträgen in Bearbeitung. »Aufgrund der Größe des Geschäftsbereichs war die Projektvergabe bislang auf etwa 30 Millionen Euro Investitionsvolumen begrenzt. Dies wird sich mit der Fusion ändern«, prognostiziert Reinhard Engelstädter.

Größeres Know-how

Einer der Schwerpunkte des Know-hows der plantIng liegt im Bereich Raffinerie. Zukünftig wird sich der Geschäftsbereich Öl & Gas noch fokussierter auf die Verfahrens- und Anlagentechnik, fachübergreifende Projekte sowie die Betriebs- und Instandhaltungsplanung der entsprechenden Branchen konzentrieren. »Im Zuge des Ingenieurmangels werden unsere Kunden zunehmend mit der weiteren Verknappung der Ressource Know-how konfrontiert werden. Aber gerade in Puncto Fachwissen erleben wir – und auch unsere Kunden – durch die Fusion einen wesentlichen Gewinn. Das Angebot an Know-how wächst mit der Vergrößerung des Unternehmens. In allen Disziplinen können wir von der konzeptionellen Arbeit über die Basisplanung bis hin zur Detailplanung fundiertes Expertenwissen anbieten«, so Detlef Haß. Die Know-how-Durchdringung der Gewerke ermöglicht es, künftig die Termin- und die Produkterfordernisse verschiedenster Märkte zu erfüllen.

»Ergänzt wird unser Leistungsspektrum mit genau dem Quantum an High-end-Engineering, das der Kunde für Spezialaufgaben benötigt. Hier möchte ich als Beispiel die Berechnungsgruppe nennen, die zu uns stößt und neben Stressberechnungen beispielsweise auch Behälterauslegungen oder Finite-Elemente-Berechnungen für  Rohrleitungslösungen durchführt. Das ermöglicht es uns, eine Anlagenoptimierung mit schlanken Investitionskosten und optimiertem Instandhaltungsaufwand für den Kunden zu verwirklichen. Zusätzlich unterstützen wir die Einkaufsverfolgung für den Kunden durch qualifizierte Bewertung der Komponentenlieferanten«, fügt Haß hinzu. »Das hinzugewonnene Know-how ist ein großer Gewinn für die plantIng – vor allem aber für unsere Kunden.«

Größere Kapazitäten

Alles aus einer Hand – diese schon etwas abgenutzte Aussage erhält durch die Fusion mit M Plan eine echte Bedeutung – für den Vertrieb und für den Kunden.

»plantIng kann sich ›guten Gewissens‹ als Generalplaner für die anstehenden Planungsausschreibungen von Großprojekten unserer Bestandskunden, aber auch für neue Kunden empfehlen. Durch übergreifendes Know-how und verzahnte Kompetenzen können wir sämtliche Anforderungen an den Generalplaner mit eigenen Mitarbeitern abdecken«, so Andreas Hermanns. Durch die Fusion ist ein lückenloses Leistungsspektrum entstanden, das die Industriebranchen Raffinerie, Petrochemie, Öl & Gas und Energie sowie nun auch Chemie und Life-Science bedient.

»Unsere Kunden profitieren davon, dass sie lediglich einen – rundum kompetenten – Ansprechpartner haben, der ihnen Engineering-Leistungen über alle Planungsphasen und in allen Gewerken bis hin zur Gestellung von Spezialisten vor Ort (im Rahmen eines Werk- oder eines Dienstvertrags oder einer Arbeitnehmerüberlassung)
anbietet«, legt Hermanns dar. »Diese leistungsfähige Mischung aus Projektarbeit und Personalüberlassung ist derzeit einzigartig in NRW.«

Kundennähe bedeutet: ein anforderungsspezifisches Leistungsangebot, partnerschaftliche Zusammenarbeit und auch lokale Präsenz, denn kurze Wege führen schneller ans Ziel. »Ausgehend von unserer starken Präsenz im Süden von NRW mit der Zentrale in Köln und zwei Technischen Büros nördlich und südlich von Köln, wird die plantIng ihre Präsenz in der Nähe des oder direkt beim Kunden durch den Aufbau weiterer Technischer Büros im Norden von NRW kontinuierlich ausbauen«, stellt Hermanns in Aussicht. »Die Bearbeitung von Projekten vor Ort, die sich von der betriebsnahen Planung bis zur Abwicklung von Großprojekten erstrecken kann, verstehen wir einerseits als Ergänzung zu der Projektarbeit an unserem Hauptstandort in Köln-Rodenkirchen, andererseits ist sie häufig ausschlaggebend bei der Entscheidung des Kunden für uns als Engineering-Partner mit Vor-Ort-Kenntnissen.«

Größere Chancen

Mit bald 200 Mitarbeitern hat plantIng für alle Kunden die nötigen Kapazitäten, Großprojekte zu planen oder lokale Unterstützung zu realisieren. »plantIng vereint Kompetenz in Projekten und Betrieben der Prozessindustrie mit der notwendigen Branchenerfahrung und der passenden Größe sowie der Struktur und Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens. Wir bieten alle notwendigen Gewerke, kennen uns bestens in der jeweiligen Technologie aus, sind vertraut mit den branchenspezifischen Abläufen und sind in der Lage einzuschätzen, wo und in welcher Form Unterstützung benötigt wird«, fasst Geschäftsführer Dieter Hofmann zusammen. »Das bietet auch für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Möglichkeiten, das eigene Können in einer Mischung aus technischer und wirtschaftlicher Projektarbeit einzubringen und sich persönlich und mit dem Unternehmen weiterzuentwickeln«, stellt Hofmann in Aussicht.

Die Fusion der plantIng GmbH mit der Anlagen- und Verfahrenstechnik der M Plan bringt plantIng bereits heute in eine führende Position bei den Engineering-Unternehmen im Anlagenbau. »Die Entwicklung des ersten Jahres von plantIng werden wir weiterführen und nicht aufhören, unser Portfolio und unsere Präsenzen auf die Kundenbedürfnisse hin zu erweitern und durch Qualität und Wachstum der Ansprechpartner Nummer eins im Anlagenbau-Engineering zu sein«, verspricht Dieter Hofmann.

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